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Chug Chaluzi: Jizchak Schwerserz mit seinen Schülern beim Arbeitseinsatz am Wannsee, Juni 1942 Im Februar 1943, als mit der so genannten "Fabrikaktion" die letzten noch in Berlin lebenden Juden deportiert werden sollten, gründete der bereits versteckt lebende Lehrer Jizchak Schwersenz eine illegale Gruppe. In der Tradition der zionistischen (chaluzischen) Jugendbewegung nannte sie sich "Chug Chaluzi" (Pionierkreis). Ziel der Jugendgruppe war es, Fluchtwege ins Ausland zu suchen oder die Befreiung durch die alliierten Armeen in der Illegalität zu erwarten. Hier liegt der Unterschied zu den anderen Gruppen - den Juden von Chug Caluzi lag vor allem daran, durch Tarnung im Berliner Untergrund das Leben der Kinder und Jugendlichen zu retten. Nach der gelungenen Flucht von Jizchak Schwersenz in die Schweiz wurde die Gruppe von Gad Beck fortgeführt. In die Wirksamkeit eigener Widerstandsaktionen im "klassischen" Verständnis, also mit dem Ziel der gewaltsamen Bekämpfung des nationalsozialistischen Systems, wurden keine Hoffnungen gesetzt. Hier lässt sich der gebräuchliche, durch die Historiographie des 20. Juli 1944 geprägte Widerstandbegriff problematisieren: "Widerstand" hieß hier "widerstehen" im Sinne einer Überlebensstrategie. Tatsächlich gelang der überwiegenden Mehrheit der Mitglieder dieser Gruppe das Überleben durch die Hilfe von Nichtjuden, einzelne wurden jedoch auch in dieser Gruppe Opfer der Vernichtung.

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Foto: Chug Chaluzi. Jizchak Schwersenz mit seinen Schülern beim Arbeitseinsatz am Wannsee, Juni 1942

Letzte Aktualisierung dieser Seite erfolgte am: 01.02.2005