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Im Februar 1943, als mit der
so genannten "Fabrikaktion" die letzten noch in Berlin lebenden Juden deportiert werden sollten, gründete der bereits
versteckt lebende Lehrer Jizchak Schwersenz eine illegale Gruppe. In der Tradition der zionistischen (chaluzischen) Jugendbewegung nannte sie sich "Chug Chaluzi" (Pionierkreis). Ziel der
Jugendgruppe war es, Fluchtwege ins Ausland zu suchen oder die Befreiung durch die alliierten Armeen in der Illegalität zu erwarten. Hier liegt der Unterschied zu den anderen Gruppen - den Juden
von Chug Caluzi lag vor allem daran, durch Tarnung im Berliner Untergrund das Leben der Kinder und Jugendlichen zu retten. Nach der gelungenen Flucht von Jizchak Schwersenz in die Schweiz wurde die
Gruppe von Gad Beck fortgeführt. In die Wirksamkeit eigener Widerstandsaktionen im "klassischen" Verständnis, also mit dem Ziel der gewaltsamen Bekämpfung des
nationalsozialistischen Systems, wurden keine Hoffnungen gesetzt. Hier
lässt sich der gebräuchliche, durch die Historiographie des 20. Juli 1944 geprägte Widerstandbegriff
problematisieren: "Widerstand" hieß hier "widerstehen" im Sinne einer Überlebensstrategie. Tatsächlich gelang der überwiegenden Mehrheit der Mitglieder
dieser Gruppe das Überleben durch die Hilfe von Nichtjuden, einzelne wurden jedoch auch in dieser Gruppe Opfer der Vernichtung.
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Foto: Chug Chaluzi. Jizchak
Schwersenz mit seinen Schülern beim Arbeitseinsatz am
Wannsee, Juni 1942
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