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Kameraden Im Deutschjüdischen Wanderbund Kameraden hatte sich um Hermann Gerson ein Kreis gebildet, der sich intensiv mit Martin Buber und seinen Schriften
auseinander setzte. Bei der Spaltung der Kameraden 1932 bildeten seine Anhänger mit 1000 Mitgliedern die größte Fraktion und nannten sich Werkleute. Innerhalb der Kameraden hatte Gerson angeregt Hebräisch zu lernen, nun
wendete sich der neue Bund ganz dem Zionismus zu. Grund dieser Entscheidung war das "Galutherlebnis des Jahres 1933". Schon im alten Bund hatten die Werkleute durch deutsche Kultur und die emotional erlebte
deutsche Landschaft ihre Identität definiert. "Und nun stieß uns dieses Land, [...] das uns in so vielen geistig-seelischen Beziehungen die Prägung gegeben hatte [...] von sich" schrieb Gerson 1934. Die
intellektuell ausgerichteten Werkleute stellten sich auf die Auswanderung um:
Ein eigener Kibbuz wurde gegründet und durch Sammlungen brachten sie Gelder für den Landkauf in Palästina auf. Bis 1936 konnten ca. 200
Jugendliche auswandern. Der Bund umfasste zu dieser Zeit 1150 Jungen und Mädchen, von denen sich 400 auf die Auswanderung vorbereiteten. Die durch die gesetzlichen Einschränkungen der Schulausbildung für jüdische Kinder
mangelhafte Ausbildung versuchte der Bund durch eigene Seminare und Schulungen zu verbessern. Bodo
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